Es gibt in Deutschland ca. 80.000 Medizinstudenten. Und trotzdem gibt es einen wachsenden Ärztemangel! Denn am Ende des Studiums überlegen es sich immer mehr anders: Viele arbeiten nach Abschluss des Studiums im Ausland oder in anderen Berufen. 2008 gingen 3.065 deutsche Ärzte ins Ausland (Ein Absolventenjahrgang umfasst ca. 8.000-9.000 Studenten).
Auch den Medizinstudenten kommt es schon jetzt in den Sinn, später auszuwandern. In der an der Charité durchgeführten KuLM-Studie gaben 60% der PJler an, dass die Entwicklungen im Gesundheitssystem eine spätere Auslandstätigkeit für sie wahrscheinlicher machen, 40% beschäftigen sich mit der Option, nicht in der Gesundheitsversorgung tätig zu werden.
Wir sind eine Gruppe von Medizinstudenten aus Berlin, die sich seit einiger Zeit regelmässig treffen und unter anderem über dieses Thema diskutieren. Wir fragen uns: Woran liegt das? Und was sollen wir tun um es zu ändern?
Der Ausgangspunkt für unsere Diskussionen waren unsere Erfahrungen mit dem Klinikalltag in Praktika, Famulaturen usw. Dabei fiel uns immer wieder auf, wie viele Ärzte trotz der Liebe zum Beruf oft nicht richtig glücklich wirken.
Was braucht es, um als Arzt glücklich zu werden?
Wir haben viele Faktoren diskutiert. Folgende erschienen uns dabei besonders wichtig:
Rahmenbedingungen
Arbeitsklima
Viele dieser Aspekte lassen sich in deutschen Krankenhäusern im Moment nicht finden. Wir sehen darin einen entscheidenden Grund für die Abwanderung ins Ausland und andere Berufe.
Wir verfolgen zur Zeit drei Ansätze:
Die Richtung ist klar, aber die genaue Entwicklung der Ziele und die Methoden ihrer Durchsetzung sind noch immer Feld für (fruchtbare) Diskussionen.
Junge Medizinerinnen für gesundes Arbeiten
Berlin, 12.12.2011